New York Basic #1: Wohnen
In der Stadt wohnen ist TEUER. Entweder man macht es trotzdem und hat wenig Platz oder man wohnt außerhalb. "Man" entscheidet sich in der Regel für letzteres, was aber einen Arbeitsweg von 1-2 Stunden bedeutet, manchmal sogar noch mehr. One way versteht sich.New York Basic #2: Arbeiten
Weil die Leute so einen langen Arbeitsweg haben, fangen sie in der Regel später an zu arbeiten und arbeiten die Mittagspause durch, um das Büro auch wieder zeitig verlassen zu können. (Natürlich unterscheidet sich das individuell und von Job zu Job, ganz klar, aber fällt wohl dennoch auf.) Ich bleibe, weil ich näher wohne, eigentlich immer länger.New York Basic #3: Mittagessen
Man nimmt sich hier entweder etwas mit oder man kauft sich bei einem der Foodcart oder Foodtruck - merke, es bestehen Unterschiede. Ein Truck ist im Prinzip das ganze Auto mit Führerkabine drin, sodass man praktisch am Steuer des ganzen mobilen Restaurants sitzen kann. Einen Foodcart hingegen zieht man durch die Gegend und er ist deutlich kleiner. Es gibt von beidem zahlreiche in New York. Seien es bekannte Trucks, deren Standort sich oft über ihren Twitteraccount erfragen lässt, oder unbekanntere Foodcarts, die von ihrem angestammten Standort leben. Es gibt solche, die auf ein Produkt oder eine Richtung spezialisiert sind, das wären in den meisten Fällen die Trucks. Die meisten Foodcarts bieten alle das gleiche an, entweder Frühstücksprodukte wie Bagel und süße Stückchen oder zum Mittagessen Sachen wie Lamb Gyro, Hot Dog, belegte Bagel, ... zu einem Preis zw schätzungweise 2$ für einen Hot-Dog, Rest 5$ aufwärts.
Außerdem gibt es natürlich diverse Restaurants, bei denen man bestellen oder sich etwas mitnehmen kann. Da gibt es dann in der Regel Burger und Sandwiches (zw 6 und 8$), Salat ungefähr der gleiche Preis oder auch warme Speisen für etwas mehr (je nachdem, wohin man geht und was man nimmt). Gegessen wird oft im Büro, denn die meisten Menschen arbeiten die Mittagspause - wie gesagt - durch.
Übrigens: Geht man hier in einem Restaurant essen, unabhängig für welche Mahlzeit, bekommen Gäste gratis Wasser serviert. Man kann sich noch ein anderes Getränk dazubestellen, muss aber nicht. Das war auch in Australien schon so und ist eine schöne Sache, wie ich finde.
New York Basic #4: Waschen
New York Basic #5: Kurzfristigkeit
Interessant ist auch die Info, dass hier alles kurzfristig abläuft. Man kennt es aus den Filmen, in Amerika könne man es vom Tellerwäscher zum Bänker schaffen und da ist tatsächlich was dran. Das liegt vor allem daran, dass es hier keine Kündigungsfrist gibt, wie bei uns. Man kann also schnell ohne etwas dastehen. (Ein Fall, bei dem man eher Wohnung statt Auto verkauft, damit man - weil außerhalb wohnend - dennoch arbeiten gehen kann, sobald man einen neuen Job gefunden hat.) Wenn das passiert, nimmt man eben auch mal einen Job an, den man eigentlich nicht mag, um nicht ohne etwas da zu stehen. Man kann aber auch innerhalb weniger Tage nach einem Vorstellungsgespräch schon wieder einen neuen Job haben und die Welt sieht ganz anders aus.New York Basic #6: Bezahlen
Gezahlt wird in den USA zu 99% mit Kreditkarte. Nur selten gibt es einen Mindestbetrag. Oft wird die Kreditkarte von den Kassierern/Kellnern kurz mitgenommen und die Infos werden eingetippt, manchmal gibt es aber auch ein Pinpad an der Kasse und es wird, wenn man nicht mit Bargeld wedelt, davon ausgegangen, dass mit Karte bezahlt wird. Dabei sollte man von Zeit zu Zeit die Abrechnung checken, denn die Karte kann auch unwissentlich kopiert werden. Es gibt aber auch einige sehr kleine Restaurants, in denen ein ATM (Geldautomat) steht und in denen dann nur Bargeld akzeptiert wird.New York Basic #7: Eile
Es heißt oft, New York würde am Anfang überfordern. Weil die Leute immer in Eile sind. Ich muss ehrlich sagen, es hat mich nicht überfordert, sondern es hat mich anfangs etwas kalt gelassen, die Stadt und alles. Aber das hatten wir ja schon.. Eilig haben es die Leute hier trotzdem immer - oder man ist als New Yorker einfach zu cool, um sein Leben vom Verkehr bestimmen zu lassen, haha. Don't know.
Aber ist eine Fußgängerampel zum Beispiel rot, wird selten gewartet. Meist wird trotzdem noch drüber gestürmt, bevor das erste Auto angebraust kommt. Oder es wird zwischen zwei Autos durchgezischt. Viele der Querstraßen sind Einbahnstraßen mit nur einer Fahrspur, daher kann man relativ gut den Überblick behalten. Es könnte aber auch daran liegen, dass viele New Yorker ja schon ihre Mittagspause durcharbeiten, lange Heimwege haben etc. - und deshalb vielleicht keine Zeit an Fußgängerampeln "verschwenden" wollen?
Man bekommt diesen Eindruck übrigens auch von den Autofahrern: Kaum geht es kurz nicht voran, wird sofort gehupt. In Deutschland würde man sich ein wenig gedulden und erst einmal davon ausgehen, dass der Vordermann schon weiter fahren wird, wenn er denn die Möglichkeit dazu hat. Oft wird aber auch gehupt, wenn die Autofahrer angebraust kommen und sehen, dass Fußgänger trotz rot rüberhuschen. Man will ja niemanden überfahren. Aus diesem Grund hupen Autofahrer oft auch vorsorglich vor einer Kreuzung.
Viele Straßen sind eng mit Autos beparkt und die Leute sehen nicht immer, oder gucken auch nicht immer, ob etwas kommt, bevor sie bei der roten Ampel rüberhuschen. Gleichzeitig finden Menschen, die nur kurz parken wollen um jemanden ein- oder aussteigen zu lassen, nur selten einen Parkplatz und halten dann auch mal auf dem Fahrstreifen an. Da ist es wohl kein Wunder, dass gehupt wird. Besonders Taxifahrer sind da sehr ungeduldig, wohl, weil sie in ihrem Beruf immer im Stress sind und nur sehr kurze Pausen haben..
Und keine Sorge, Sophia: Ich lerne langsam, auch bei rot zu laufen, wenn gar nichts kommt oder das nächste Auto weit weg ist. Und ich bin nicht immer die einzige, die wartet. (Gibt scheinbar noch mehr Deutsche hier, haha.)
New York Basic #8: Steuer
Beim Einkaufen in New York fällt schnell auf, dass Produkte, zb Essen, am Ende meist mehr kosten als ausgewiesen. Das liegt daran, dass wir es aus Deutschland gewohnt sind, dass im Verkaufspreis die Mehrwertsteuer miteingerechnet ist. Hier in den USA ist das in der Regel nicht so, denn es gibt nicht nur für verschiedene Produkte, sondern auch für verschiedene Staaten unterschiedliche Steuersätze. Daher sind die Preise meist netto ausgewiesen und es steht kleingedruckt "exkl. Tax" (oder etwas ähnliches) dran. Man muss also immer mit etwas mehr rechnen, als ausgewiesen, denn nur in Ausnahmefällen ist die Steuer bereits mit eingerechnet.Danke an RR für den Input und eine erste Tour!


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