Dienstag, 3. Mai 2016

Roadtrip (1): Uluṟu/Ayers Rock

Der Uluru auch Ayers Rock genannt ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Australiens und liegt (grob) in der Mitte des Landes, im Northern Territory in der Nähe von der Stadt Alice Springs. Ich bin nur mäßig interessiert an Bergen und dachte allein wegen der Lage bisher, dass ich ihn nicht sehen würde.
Doch vor etwas mehr als einer Woche habe ich spontan beschlossen, die Idee von einem im Hostel aufzugreifen. Er hat überlegt dort hinzugehen. Haben wir uns also besprochen, am Sonntag (24.04.), am Dienstag (26.04.) gebucht und waren von Donnerstag bis Sonntag (28.04.-01.05.) also in Australiens Outback. Besonders fotografisch: Ein Genuss!
Wir sind von Sydney aus direkt zum Ayers Rock geflogen. Es ist ein schwer zu erreichendes Touristenziel, weil nicht jeder die Zeit hat, mit dem Auto von der Küste dorthin zu fahren oder den bekannten Zug The Ghan zu nehmen, der von Darwin über Alice Springs nach Melbourne fährt. Darum gibt es direkt beim Berg auch einen kleinen Flughafen, der auch unser Ziel war.
Dort haben wir uns ein Auto gemietet, denn anders kann man sich im Outback nicht fortbewegen. Es gibt natürlich auch Touristentouren, da wird man dann mit dem Bus rumgegurkt, Aber das war uns zu teuer und Andi und ich wollten dann doch lieber unabhängig zwischen den Sehenswürdigkeiten herumfahren. Neben dem Uluru gibt es dort nämlich auch noch ein paar andere Sachen zu sehen.
Wir haben uns am ersten Tag also den Berg angesehen, sind dann weiter gefahren zum Kings Canyon und am nächsten Tag wieder zurück gekommen, um uns noch Kata Tjuta anzuschauen, eine Berggruppe, die im gleichen Nationalpark liegt, wie der Uluru. 
Wie gesagt, ich bin ja eigentlich nicht soo der Bergfan. Auch in Australien gibt es das "Phänomen", dass andere auch schon erlebt haben, dass man zb von den Stränden nicht mehr soo beeeindruckt ist, weil viele einem gleich vorkommen oder die Natur an sich nicht mehr umhaut. Ein Luxusproblem - und Australien hat mich glücklicherweise schon ein paar Mal vom Gegenteil überzeugt. So auch beim Uluru. Ich kann gar nicht genau erklären, woran es lag, aber als wir zu diesem Berg gefahren sind, der da so groß und mächtig mitten im Nichts thront, wie auf all diesen Postkarten und Fotos, da war ich echt total baff und beeindruckt. Hat mich richtig sprachlos gemacht. Einfach nur wunderschön und eben doch nicht "nur ein Berg", sondern DER BERG. Waaow. 
Wir sind dann vor Ort ein bisschen rumgelaufen. Es gibt zwei, drei walks dort. Einen um den Berg herum und kürzere. Wir haben den Base Walk außenherum angefangen, aber nicht zu Ende gemacht. Wollten nicht im Dunklen herumlaufen, weil in Australien im Outback eben doch diverses Getier rumläuft, und haben darum nach einer Weile wieder umgedreht. Die auf diesem Schild "versprochenen" Kängurus haben wir übrigens nicht gesehen - vielleicht steht das nur für die typischen Tourifotos da? :D
Dafür haben wir ziemlich viel roten Sand gesehen, am Straßenrand und um den Berg herum. Und: Fliegen. Fliegen, Fliegen und noch mehr Fliegen. Ich weiß wirklich nicht, was die Viecher da im Nichts hält, aber das war wirklich eindrucksvoll und auch sehr nervig. Die waren nämlich nicht nur einfach da, sondern noch dazu sehr aufdringlich. Kein Wunder, dass viele mit Hüten rumgelaufen sind, an denen Fliegengitter befestigt waren... Ich hab nirgends einen gefunden, in den Geschäften dort. Aber falls ihr mal hinkommt, ich habe euch gewarnt!

Man kann natürlich auch auf den Uluru klettern. Das ist aber von den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens, nicht gerne gesehen, denn für sie hat der Berg irgendeine spritituelle Bedeutung. Aus diesem Grund stehen an einer Seite des Bergs zahlreiche Schilder, dass man diese weibliche Seite des Ayers Rock nicht fotografieren soll. Und es gibt Schilder, die erklären, dass man die Kultur respektieren und den Berg nicht besteigen soll. Auch, weil es sehr steil und anstrengend und warm ist - bei unserer Ankunft am Donnerstag hatte es 33°!! 
Es seien beim Aufstieg wohl auch schon über 35 Menschen gestorben. Um die waghalsigen Kulurbanausen, die trotzdem raufklettern, etwas besser zu schützen, gibt es darum ein Seil in der Mitte dieses Aufstiegs, an dem man sich festhalten kann. Ihr seht den Weg hier auf dem Foto, diese etwas hellere Stelle.. wir sind unten geblieben.

Ich fand den Berg sowieso von weiter weg am schönsten.

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