Samstag, 18. Juni 2016

Eastcoast: Tigerkinder in Mooloolaba (Stopp 5)

Mooloolaba war, wie einige andere meiner Stopps, ein Tipp von Claudia aus Sydney gewesen. Von dort aus kommt man am besten zum Australia Zoo, meinte sie. Dieser ist wegen seines Gründers Steve Irwin wohl sehr bekannt. Er ist als der "Crocodil Hunter" bekannt und wuchs, laut Wikipedia, entsprechend auf. Sein Vater war an der Umsiedlung von Reptilien beteiligt und so lernte Steve selbst das sehr früh, später führte er im australischen Busch die Arbeit seines Vaters wohl fort und hielt alles auf Kamera fest. Er hatte sogar eine eigene Fernsehsendung und ist daher sehr bekannt. Zusammen mit seiner Familie hat Steve, der 2006 starb, den Australia Zoo gegründet.

Eine Geschichte, von der man halten kann, was man will, aber sie hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht. So habe ich Mooloolaba auf meine Liste gesetzt und bin von dort aus zum Australia Zoo aufgebrochen. Eine Dreiviertelstunde Fahrt mit dem Bus war das und der Eintritt zum Zoo war mit 59$ ganz schön heftig. Doch spätestens, nachdem ich die jungen Tiger entdeckt habe, war ich absolut hin und weg. Doch seht selbst..
Hier zu sehen ist ein Red Kangaroo, das wohl die größte Kängururasse ist und eigentlich zu einem der größten Beuteltiere gehört. Es kam mir ehrlich gesagt aber nicht so vor, als wären sie wesentlich größer als die Kängurus, die ich bisher gesehen habe. Man konnte sie hier, wie auch im Caversham Wildlife Park, füttern. Da ich das dort schon gemacht habe und der Zoo sehr groß ist, habe ich darauf allerdings verzichtet. Koalas hatte ich im Wildlife Park und im Koala Hospital zwar auch schon gesehen. Da Aktivität bei Koalas aber sehr selten ist, musste ich hier einfach nochmal ein Weilchen stehen bleiben - denn einer der Koalas war sehr aktiv. Also für einen Koala.. Er hat auf einem Ast gesessen und Eukalyptus gefressen. Sobald er mit einem Ast fertig war, hat er sich einen neuen herangezogen und den leer gemampft. Dass ihm dabei ganz viele Leute zugeschaut und Fotos gemacht haben, schien ihn nicht zu stören.
Nach den Koalas ging es dann zu den Tigern - wo mit kleinen Tigerkindern eine echte Überraschung auf mich gewartet hat. Ich hatte Glück und es war sogar der kleinste der Tiger mit einem Alter von ca. 8 Wochen gerade im äußeren Gehege, wo er mit zwei etwas älteren Tigerkindern in Kontakt kommen sollte und außerdem gefüttert wurde.
 Von diesem Anblick konnte ich mich nur schwer losreißen, bin dann aber doch durch den halben Zoo gehetzt, um eine Show um 12Uhr zu sehen. Und die war es wert! Gezeigt wurden diverse Tiere, wie zum Beispiel ein paar Schlangen und Vögel, mit denen Mitarbeiter durchs Publikum liefen...
Faszinierend waren auch diese Vögel hier, die können nämlich schwimmen! Da man mit nassen Flügeln nicht fliegen kann, schütteln sie sich danach einmal kurz, und schon sind sie wieder trocken. Was es alles gibt.
Und nachdem es der Zoo des Crocodil Hunters ist, kam für die Zuschauer natürlich auch ein Krokodil nach draußen geschwommen. Es gab noch viel mehr Shows, wie zum Beispiel eine extra Krokodil-Show am Nachmittag, aber dafür hatte ich keine Zeit. 
Trotz mittlerweile strömendem Regen bin ich lieber durch den Zoo gelaufen und habe mir zum Beispiel noch die Lemuren angeschaut. Die seien morgens wohl herumgeturnt, hat mir die entsprechende Mitarbeiterin dort erklärt, haben sich aber sobald es mit Regnen begonnen hat zusammengekuschelt. Kann man auch verstehen, haha :D
Auf dem Rückweg habe ich dann noch diese zwei erspäht..
Ich kam außerdem nochmal an den kleinen Tigern vorbei. So ein Zufall aber auch.. 
Der ganz kleine ist mittlerweile nach drinnen gebracht worden um sich auszuruhen, der Tigerwärter hat mit dem etwas älteren Mädel gespielt, während ihr Bruder, der eine Verletzung an einer Pfote hatte, herumgelegen hat. Mehrmals am Tag, abends nach der Zooschließung, morgens bevor die Besucher kommen und auch zwischendrin werden alle Tiger in einem "Urwald" auf dem Zoogelände herumgeführt, erklärte der Tierpfleger, während er mit einem Plastikteil herumgewedelt hat, auf dass die kleine dann wie ein Kätzchen angesprungen ist. Die Tiger werden dabei an einer langen "Leine" gehalten, können aber selbst entscheiden wohin sie gehen und bekommen auch verschiedene Gegenden zu Gesicht, sind also mal im Wald und mal im Sand etc unterwegs. Die zwei, hier oben der Bruder, auf den unteren Bilder die Schwester, waren übrigens 19 Wochen alt.
Danach ging es für mich, durch den mittlerweile strömenden Regen, auch schon wieder zurück. Toll war noch ein Abstecher zu den Ottern, die mich ganz erwartungsvoll angeschaut und aufgeregt begrüßt haben. Es war wohl kurz nach der Zeit, zu der sie eigentlich gefüttert werden, aber der Wärter hatte eine leichte Verspätung, wie ich später erfahren habe, haha :D Es war ein schöner Abschied!
Im Hostel hat es wegen des starken Regens später übrigens noch vier Stunden lang einen Stromausfall gegeben. Das war mal was..
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