Sonntag, 30. September 2018

Auf der Suche nach dem Wasserfall im Tai Lam Country Park

Heute bin ich nochmal auf den Berg hinter der Uni. Ihr wisst schon, der, von dem ich meinte ich würde da nicht wieder hoch, weils da nix gibt. Das dachte ich zumindest, bis Lara (aus meiner WG in Heidenheim und auch für den Austausch hier) ein Foto von einem Wasserfall mit See gepostet hat. Ich liebe Wasserfälle! Und es sah sooo erfrischend aus! Ich will schon wieder hin, wenn ich‘s nur schreibe. Und das, obwohl mein Weg dahin eher durchwachsen war. Was allerdings ganz meine Schuld ist, haha. 



Los ging es mit der langweiligen Straße auf den Berg, die mir heute nicht mehr so anstrengend vorkam. Oben angekommen bin ich durch den Grillplatz und dort einem Wanderweg gefolgt. Das Problem war, dass ich nicht genau wusste, wo der Wasserfall ist. Oder der Wanderweg hinführt. Nicht genug recherchiert. Und nur knappe Wasserressourcen dabei. 

 
 


Anfangs hab ichs trotzdem noch genossen. Wenig später gab es dann die erste Kreuzung und es war kein Weg bergab in Sicht, was mir etwas Sorgen bereitet hat. Von meinem ersten Trip mit Nora wusste ich ja, dass der Fluss und damit auch der Wasserfall (der in den Stausee mündet) weiter unten liegt. Aber gaah!! Es gab keinen Weg runter! Und mein Wasser ging leer! Und es war so warm! 

 

Ich hab dann versucht einen local nach dem Weg zu fragen und er hat auf einen Bergaufstieg gezeigt - anstatt geradeaus - was ich null verstanden hab. Ich wusste nicht, ob er weiß, wo ich hin will und daher war die Aussage wenig verlässlich. Das Problem beim Wandern um Hongkong ist nämlich, dass es viele richtig lange Wanderungen gibt und ich nicht ausversehen auf einem solchen Wanderweg landen wollte (nur, damit ich dann abends evtl auf einem Campingplatz statt der Stadt rauskomme). 

 
 
 
Ich bin dann doch den Berg hochgestapft. Denn der andere Weg hat nach Tuen Mun gezeigt, was zwar nicht weit ist, aber eher rechts des Bergs, während der Fluss links liegt. Als ich mich den mehr oder minder offiziellen Trampelpfad/Wanderweg entlang durch Pflanzen den Berg rauf gekämpft habe, hab ich mich total über mich selbst geärgert. „Sophia, du willst runter! Zum Fluß! Warum läufst du den Berg rauf?! Du bist so blöd!“ 

 
 

Vom Berg aus gab es dann immerhin eine schöne Aussicht und zumindest einen Moment lang hab ich das echt genossen - bevor ich mich dann wieder über mich selber geärgert hab, haha. Das ist auch nicht unbedingt gut, denn dann kann man Wandern nicht genießen. Anyways, es zeigte sich dann zumindest recht schnell, dass der Weg über den Berg direkt danach wieder mit dem Weg nach Tuen Mun zusammen führt, meine letzte Entscheidung also nicht so entscheidend war. 

 
 
 

 

Die nächste Kreuzung hat mich dann komplett erleichtert, denn da ging es dann nicht nur geradeaus nach Tuen Mun, sondern auch links bergab zum Fluß. Juhu! Ab da hab ich es dann wieder sehr genossen durch die sehr abwechslungsreiche Gegend zu laufen. Und kaum war ich am ersten Wasserfall, musste ich auch gleich schwimmen gehen. Man!! War das erfrischend!! 

 

 
 
 
 
 
 
 

Und ihr habt richtig gelesen: Erster Wasserfall. Das war nämlich noch gar nicht der, den Lara gepostet hatte, wie sich beim Weiterlaufen zeigte. Ich bin also auch noch beim zweiten schwimmen gegangen. Da war das Becken viel tiefer und ich konnte noch mehr schwimmen! Hat mich total an Australien erinnert ... 


 
 
 
 
 
 

Ich kam dann sogar noch an einem dritten Badeloch vorbei, hab das aber ausgelassen, weil ich noch heimlaufen musste. Umso näher man an den Stausee kam, umso breiter wurde der Fluß dann auch und Schwimmen im war bald verboten, um Unfälle zu vermeiden. 

 
 
 


Das Ende meiner Wanderung war dann der Stausee selbst. Danach kann man zwar auf der anderen Seite weiterlaufen, aber dazu war‘s echt schon zu spät. 


 
 

Ich hatte sowieso wegen Unikram nur den halben Sonntag Zeit zum Wandern und war mega froh, dass der Wasserfall super in das Zeitfenster gepasst hat.

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