Los
ging es mit der langweiligen Straße auf den Berg, die mir heute nicht
mehr so anstrengend vorkam. Oben angekommen bin ich durch den Grillplatz
und dort einem Wanderweg gefolgt. Das Problem war, dass ich nicht genau
wusste, wo der Wasserfall ist. Oder der Wanderweg hinführt. Nicht genug
recherchiert. Und nur knappe Wasserressourcen dabei.
Ich hab dann versucht einen local nach dem Weg zu fragen und er hat auf einen Bergaufstieg gezeigt - anstatt geradeaus - was ich null verstanden hab. Ich wusste nicht, ob er weiß, wo ich hin will und daher war die Aussage wenig verlässlich. Das Problem beim Wandern um Hongkong ist nämlich, dass es viele richtig lange Wanderungen gibt und ich nicht ausversehen auf einem solchen Wanderweg landen wollte (nur, damit ich dann abends evtl auf einem Campingplatz statt der Stadt rauskomme).
Ich bin dann doch den Berg hochgestapft. Denn der andere Weg hat nach Tuen Mun gezeigt, was zwar nicht weit ist, aber eher rechts des Bergs, während der Fluss links liegt. Als ich mich den mehr oder minder offiziellen Trampelpfad/Wanderweg entlang durch Pflanzen den Berg rauf gekämpft habe, hab ich mich total über mich selbst geärgert. „Sophia, du willst runter! Zum Fluß! Warum läufst du den Berg rauf?! Du bist so blöd!“
Vom Berg aus gab es dann immerhin eine schöne Aussicht und zumindest einen Moment lang hab ich das echt genossen - bevor ich mich dann wieder über mich selber geärgert hab, haha. Das ist auch nicht unbedingt gut, denn dann kann man Wandern nicht genießen. Anyways, es zeigte sich dann zumindest recht schnell, dass der Weg über den Berg direkt danach wieder mit dem Weg nach Tuen Mun zusammen führt, meine letzte Entscheidung also nicht so entscheidend war.
Die nächste Kreuzung hat mich dann komplett erleichtert, denn da ging es dann nicht nur geradeaus nach Tuen Mun, sondern auch links bergab zum Fluß. Juhu! Ab da hab ich es dann wieder sehr genossen durch die sehr abwechslungsreiche Gegend zu laufen. Und kaum war ich am ersten Wasserfall, musste ich auch gleich schwimmen gehen. Man!! War das erfrischend!!
Und ihr habt richtig gelesen: Erster Wasserfall. Das war nämlich noch gar nicht der, den Lara gepostet hatte, wie sich beim Weiterlaufen zeigte. Ich bin also auch noch beim zweiten schwimmen gegangen. Da war das Becken viel tiefer und ich konnte noch mehr schwimmen! Hat mich total an Australien erinnert ...
Ich kam dann sogar noch an einem dritten Badeloch vorbei, hab das aber ausgelassen, weil ich noch heimlaufen musste. Umso näher man an den Stausee kam, umso breiter wurde der Fluß dann auch und Schwimmen im war bald verboten, um Unfälle zu vermeiden.
Das Ende meiner Wanderung war dann der Stausee selbst. Danach kann man zwar auf der anderen Seite weiterlaufen, aber dazu war‘s echt schon zu spät.
Ich hatte sowieso wegen Unikram nur den halben Sonntag Zeit zum Wandern und war mega froh, dass der Wasserfall super in das Zeitfenster gepasst hat.
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