Die erste Schlucht des heutigen Tages war die Bell Gorge. Entspannt liefen wir zu einem breiten aber nicht sehr tiefen Bach. Hier machten einige von uns Halt, weil ihnen der weitere Weg zu steil war. Kein Problem, meinte Brad, und da es super sonnig war konnten sich diejenigen auch schön in die Sonne legen. Ich bin natürlich mit weiter! Ich habe zwar nicht ganz alles gemacht, aber zumindest bei den Schluchten war ich bei allem dabei.
Wir haben also den Fluß über einige darin liegende Steine überquert und sind dann eine sehr flache und daher rutschige Felsebene hochgelaufen. Damit waren wir genau gegenüber von denen, die dort Halt machten. Dann ging es für uns allerdings nach unten, denn der Fluß wurde an dieser Stelle zu einem Wasserfall und unten gab es einen breiten Teil, fast wie ein See, in dem man schwimmen gehen konnte. Das war unser Ziel.
Der Abstieg war etwas steil, mit Festhalten oder auf dem Hintern runterrutschen ging es aber ganz gut. Und ich war mal wieder froh, im Wasser bei der Flußüberquerung die Schuhe anbehalten zu haben. Mit nassen Füßen stell ich mir das sehr rutschig vor, nasse Schuhe haben wenigstens noch etwas Profil.. Es kamen jedenfalls alle unten an und dann ging es ins "kühle Nass", wie man so schön sagt. Und es war echt schön, das könnt ihr mir glauben! Vor allem wegen des Blicks auf den Wasserfall.
Nach dieser Tour ging es in eine weitere einfache Schlucht in den Kimberleys, einer Region im Westen Australiens. Dort lag, neben der nach Broome besuchten Schluchten lagen dort, so auch die nächste, die Galvans Gorge. Auch hier gab es am Ende einen See mit Wasserfall. Irgendwie sind die Schluchten ja alle auch entstanden. Der Marsch war easy und nicht sehr lang. Ihr könnt schon auf dem Foto hier erkennen, es war mehr Spazierengehen bei dieser Schlucht...
Der See lag teilweise im Schatten, aber das hat uns nicht davon abgehalten, baden zu gehen. Das wäre ja noch schöner! Einige haben auch eine selbstgebaute Attraktion ausprobiert, ein Seil an dem man sich übers Wasser schwingen konnte um dann loszulassen und sich ins Wasser fallen zu lassen. Ich bin lieber auf einem der Felsen dort herumgeklettert. Den Fotobeweis dafür hat allerdings jemand anderes aus der Gruppe gemacht, daher gibt es hier wenig zu zeigen..
Danach ging es zum Campingplatz des heutigen Abends, bei dem wir unsere Swags ausgepackt haben und das Abendessen - also Klapptische, Klappstühle, Feuer sowie Grillzubehör und Würstchen - aus dem Bus geholt haben.
In Australien wird ziemlich oft gegrillt und mit ziemlich oft meine ich im Sommer so gut wie jeden Abend. Auf der Campingtour haben wir fast jeden Abend ein Feuer gemacht, gegrillt wurde aber nicht immer. Manchmal diente es auch einfach zum Aufwärmen. Oder an Tagen wie diesem: für beides. Denn auch wenn es sonnig aussieht, nachts wurde es ziemlich kalt.
Übrigens: Wenn sich hier jemand über Schmutz an der Kleidung oder allgemein beklagt hat oder auch beim Waschen der Teller, hieß es von Brad immer, das sei "Kimberley clean", so nach dem Motto "Leute, wir sind campen, sauberer geht es eben nicht. Hahaha. Ein anderer Lieblingsspruch von ihm war "Happy Days". Zum Beispiel nach einer Programmerklärung am Morgen "...it's gonna be this and this... Happy Days!" Oder auch "All the good Jazz", womit immer irgendwas Ansammlung positiver Dinge gemeint war, auch wenn man manchmal nicht ganz wusste, wovon jetzt eigentlich die Rede ist, haha.
Ein paar seiner Sprüche wurden einfach schnell zu Brad Klassikern, auch allein schon durch die Art wie er sie gesagt hat, und als wir zum Ende der Reise (ihr erinnert euch, ich schreibe das hier weit im Nachhinein, weil es auf den Campingplätzen natürlich kein Internet gibt) eine Facebookgruppe gegründet haben, wurde sie kurzerhand "All the good Jazz from Broome to Darwin" genannt, haha. (Ja, mein Einfall. Und andere fanden ihn lustig! :D)
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