Wenn man sich die Bildersuche zur Emma Gorge und zur Amalia Gorge, vom Tag zuvor, anschaut, könnte man meinen, es handle sich um die gleiche Schlucht. Zumindest der obligatorische Wasserfall am Schluss sieht sich sehr ähnlich. Doch ich habe ja zum Glück mein eigenes Australien-Bilderarchiv und kann euch sagen: Es war anders!
Der Weg zur Schlucht fing mal wieder low an, wurde aber relativ schnell steinig und felsig, sodass es ein wenig rumgeklettere gab. Unser Renternpärchen Lynn und David (die übrigens bei den Blue Mountains nahe Sydney wohnen) ist dieses Mal bis zum Ende der Schlucht, was bereits ein kleiner Anhaltspunkt dafür ist, dass das Klettern hier übersichtlich war. Allerdings war es auch kein reiner Trampelpfad.. ihr versteht bzw. seht, was ich meine.
Kleine blaue Metallplättchen an den herumliegenden Felsbrocken wiesen uns den weg und teils dachte ich mir, wie schon in der El Questro Gorge, "Es sieht auch als hätte Mutter Natur die Steine durch die Gegend gerollt und Unordnung verursacht, danach aber keine Lust mehr zum Aufräumen gehabt". Tja, Mütter räumen eben auch nicht immer auf.
Die Felsbrocken haben den Weg aber natürlich umso spannender gemacht, denn einfach nur Trampelpfad kann ja jeder. (Klar auch, dass ich jetzt nur Fotos von "aufgeräumten" Felsbrocken zur Verfügung hab.) Außerdem boten manche Felsbrocken die Möglichkeit für das ein oder andere Poser-Foto..
Der Wasserfall am Ende der Schlucht sollte wohl wunderschön sein, führte aber wegen der aktuellen Trockenperiode (Dry Season) kaum Wasser. In diesem Teil Australiens gibt es noch weniger Jahreszeiten als im Rest des Landes, nämlich genau zwei Stück: Wet Season und dry Season. Also eine nasse Periode und eine trockene.
In der Trockenperiode gibt es sogar Gegenden, in denen man eien Geldstrafe zahlen muss, wenn man den Garten wässert oder ähnliches, weil das Wasser wohl knapp werden kann. (Davon habe ich allerdings nichts mitbekommen, das wurde mir nur erzählt). Aber entsprechend seltsam war der Regen als wir im Karijini National Park waren. Die dry Season ist übrigens auch der Grund dafür, dass die Touren an der Westküste Australiens nicht immer stattfinden. Bei strömendem Regen kann man einfach nicht in die zahlreichen Schluchten.
Zurück zum Wasserfall: Dieser war ohne Wasser praktisch nicht existent - wieder ein Punkt, in dem er dem Wasserfall am Ende der Amalia Gorge ähnlich war. Einen See zum Baden gab es aber dennoch und so konnten wir uns kurz abkühlen, bevor es wieder aus der Schlucht rausging.
Den Rest des Tages verbrachten wir im Bus und ließen uns von Brad zu den Bungle Bungles fahren. Das ist eine Felsformation die im Purnululu National Park an der Westküste Australiens liegt.Wie das Ganze aussieht, erfahrt ihr im nächsten Post.
An dieser Stelle haben wir gehalten, weil wir hier die Gibb River Road verlassen haben. Großes Ding, das konnten wir natürlich nicht auslassen und mussten ein paar Poserfotos machen, bevor es weiterging.
"Doing the Gibb" nennt man es übrigens auch, wenn man die Straße befährt. In zahlreichen Roadhouses (also Raststätten entlang der Straße) gab es außerdem Souvenirs mit Bildern der Gibb River Road drauf. Das ist hier also durchaus ein großes Ding und auch für Australier nicht alltäglich, zumindest nicht für die meisten. Brad ausgeschlossen, haha.
Das auf dem Foto hier sind übrigens Stoff-Flaschenwärmers/kühler, genannt Stubby-Holder. Australier haben ganze Schränke voll davon und benutzen das wirklich.
Zum einen ein nützliches Souvenir, das dennoch zeigt wo man war, denn ungefähr JEDES Roadhouse verkauft die. Zum anderen, ja, nützlich: Im Sommer werden Gläser, Dosen und Flaschen reingesteckt, damit das gekühlte Getränk durch die Außentemperatur und die eigenen Hände nicht so schnell aufgewärmt wird, sondern schön kühl bleibt. Wenns draußen kalt ist, soll das Getränk selbst wiederum "warm" gehalten werden. Achja, es hilft außerdem dabei, gleiche Getränke zu unterscheiden. Es ist so typisch australisch, ich konnte einfach nicht darauf verzichten, einen zu kaufen.
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