Auch auf dem Weg dorthin, der vom Ausguck (einer Felsplatte aus) wieder unser Rückweg war, gab es einiges zu sehen. Die Bungle Bungles um uns herum, spannende Felsformationen, die in die Höhe ragten und gestreift waren. Aber auch Risse im Boden, so tief, dass man hineinsteigen konnte, oder Löcher und Dellen. Hier hat man richtig gesehen, wie die Natur den Boden geformt hat.
Nach dem Lookout ging es tiefer in die Bungles hinein. Auf einem kleinen Trampelpfad liefen wir zur Cathedral Gorge.
Wie ihr seht kamen wir auf dem Weg dorthin an dieser tiefen, runden Aushöhlungen im Boden vorbei, das sieht man auch nicht alle Tage.
Die Cathedral Gorge selbst war ziemlich groß und lag halb in einer Felskuppel, was der Grund für den Namen ist.
Als wir dort waren hatten wir sogar das Glück, eine talentierte Sängerin zu hören, die in der Höhle (diese Bezeichnung würde besser passen als eine Schlucht) gesungen hat. Denn nicht nur die Form, sondern auch der Hall verschaffte der Cathedral Gorge ihren Namen. Das Video ist nicht gut, aber ihr könnt euch immerhin einen Eindruck verschaffen - und sie hatte eine eindrucksvolle Stimme!
Der See in der Mitte der Gorge hatte eine komische eklig-grüne Farbe und war voller Blasen. Man sah deutlich, dass Wasser steht hier ne Weile (klar, wo soll es bei einem See auch hinfließen).. Andere ließen Steinchen springen, aber das hab ich glaub noch nie hinbekommen.
Aber durch das Licht sieht er auf diesem Foto schon fast schön aus, mh?
Das nächste Ziel war die Echidna Chasm (Kluft). Der Weg zur Schlucht selbst war mit Steinen gesäumt, das kennen wir ja schon, umgeben waren wir von schönen, sehr hohen Palmen. Hätte ich jetzt auch nicht unbedingt mit Australien assoziiert, aber why not.
Eindrucksvoll war dann schon kurz nach Beginn der Kluft der Blick vom dunklen Inneren zum hellen Ausgang.
Der steinige Pfad durch die Kluft war von einzelnen größeren "Kreuzungen" und Ecken unterbrochen, wurde aber immer schmaler, umso weiter wir nach hinein gelangten. Weiter hinten gab es sogar Felsbrocken, die über uns zwischen den zwei Steinwänden der Kluft "eingeklemmt" waren. Huh, das war fast schon ein wenig creepy. Man will sich nicht vorstellen, wie sowas runterfällt..
Da waren mir die Felsbrocken, die uns den Weg teilweise versperrten und uns zwangen, drüber zu klettern oder die teilweise sogar mit Stufen ausgestattet waren, schon lieber.
Die Kluft war definitiv mein Highlight des Tages und ich fiel ganz schön zurück, weil ich öfters mal warten wollte, bis gerade keiner in meinem Blickfeld ist, damit ich einen Gang ohne Leute fotografieren kann und gleichzeitig nicht im Weg stehe. Ihr merkt schon, ich fand die Schlucht echt beeindruckend. Aber schaut euch mal die Bilder an, wie könnte man nicht?
Das Foto von Brad, das ich euch am Anfang gezeigt hab, habe ich übrigens auch hier gemacht.
Nach der Kluft ging es nun jedenfalls noch den Escapement Walk entlang. Das war niemanden Favorites, denn wir waren alle kaputt und ich - hab ich das mal erwähnt? - hatte in der ganzen Zeit in Australien keinen Hut. Keine kluge Entscheidung und vor allem auf diesem Lauf hat es mich echt fertig gemacht, denn wir liefen eine Stunde lang an den Domes vorbei, den Bungle Bungle-Bergen, und es war keinerlei Schatten vorhanden. Ich hatte Durst, aber mein Trinken war leer oder im Bus, auf jeden Fall nicht dabei. Ich war echt froh, als wir uns nach einer Stunde spazieren wieder mit Brad trafen, der den Bus von der Echidna Chasm zum Ende dieses Walks gefahren hatte.
Der letzte Programmpunkt dieses Tages war das Beobachten des Sonnenuntergangs mit Crackern und Dips. Das ist was, was die Australier verdammt gern essen und ich gebe offen zu, sie haben mich total damit angesteckt. Seit es das dort öfters gab, liebe ich das... ich krieg schon wieder richtig Lust drauf. Aaaaber natürlich war auch der Sonnenuntergang ganz schön anzusehen.
Brad hat sogar alle auf sein Dach, also das Dach des Busses eingeladen, um ihn anzugucken. Ich hab sie lieber fotografiert und mir noch n paar Cracker geklaut.
Übrigens: Auf dem Weg zu diesem ersten Tag gab es bereits was zu sehen - diese Felsformation, genannt "The Elephant". Man erahnt warum, mh?
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