Samstag, 9. Juli 2016

8/9 Days Perth to Broome: Joffre Gorge und Dales Gorge

Heute Stand eine Schlucht auf dem Programm, die Dales Gorge. Aber weil wir das gestern Nachmittag wegen des Regens nicht mehr geschafft hatten, ging es zuerst noch in die Joffre Gorge, eine nahe beim Campingplatz gelegene Schlucht. Zum Glück hatte der Regen aufgehört, sodass wir heute problemlos in beide Schluchten gehen konnten.

Die Joffre Gorge war von außen wenig ersichtlich. Wir standen sozusagen in der Mitte, nach links und rechts ging die Schlucht sehr schmal weiter, darum konnte man dort nicht viel sehen. Auf dem Foto oben seht ihr die Schlucht, wie sie nach rechts weiterging. Wir sind dazu ersteinmal die Felswand runtergeklettert, die ziemlich steil aussah, aber doch überall ein paar kleine Felsvorsprünge hatte, die man als Stufen nutzen konnte. Viel Platz war trotzdem nicht, wie man auf den Bildern hier unten erahnen kann. 
  
Es war nicht sehr weit zu klettern. Die trickreiche Stelle war die, als es an der Felswand eine größere "Stufe" gab. Besonders dort war ich aber über unseren Guide Jason froh, denn er hatte die Kraft uns aufzufangen, wenn wir dort nicht runterklettern wollten sondern lieber auf dem Hintern runtergerutscht sind. Nach dieser Stufe, nicht auf Bild, da Konzentration von Nöten war, haben wir den Flußlauf über ein paar Steine die dort lagen überquert. Dann standen wir praktisch auch schon in dieser Höhle hier unten, mit Wasserfall am Ende:

Ich hab die Kamera bei der schwierigen Stufe liegen gelassen, da war nicht so weit weg waren und auch nicht alle aus unserer Gruppe runtergeklettert sind. Diese Bilder hier stammen also von Alberto, der fleißig die Höhle, die Gruppe - und uns fotografiert hat:
 
 
 
Das Zurück auf der schwierigen Stufe war ungefähr genauso ätzend wie das hin. Da kommt es mir oft so vor, bei diesem Rumgekletter in den Felsen, als hätten alle andere längere Beine als ich und kämen mit einem Schritt rauf. Ganz so ist es dann zwar auch nicht, aber naja - hat ja auch geklappt und Spaß gemacht hat es auf alle Fälle.

In der Dales Gorge, der letzten Schlucht die wir im Karijini National Park zu sehen bekommen sollten, gab es keine Klettereien. Dort gab es Stege und Trampelpfade. Ihr seht hier im grünen Shirt Jason vor mir laufen, unseren Guide. Und die Fortescue Falls könnt ihr hier auch schon sehen, das war eines der zwei Highlights in der Dales Gorge, die wir uns angeschaut haben. 
 
 
 Bevor wir uns den Wasserfall aber genauer angeschaut haben, ging es noch circa 10 Minuten durch die Schlucht zum Fern Pool, in dem einige von uns ein Bad genommen haben. (Ich glaube das war das einzigste Mal, dass ich diese Möglichkeit ausgelassen habe.)
 
 
 
 
 
In der Schlucht gab es auch einen dieser Bäume, bei dem ich mir gerade gar nicht sicher, ob ich ihn euch schon gezeigt habe. Aber ich meine schon, oder? Er heißt Papyrus-Baum oder so, wegen der zahlreichen hauchdünnen Schichten, und ist mir in Australien öfters begegnet. Er ist sehr "weich", für einen Baum und einfach faszinierend anzusehen, wie ich finde.

 
Hier nun der Ausblick auf die Felswand links von dem Wasserfall, die es zu sehen gab, als ich heruntergeklettert bin. Es war mehr ein laufen als ein Klettern, das seht ihr schon daran, dass ich meine Kamera mitgenommen und eigene Fotos gemacht habe. Es war eine Felswand aber diese ist von der Natur sehr gut abgestuft worden. Und der Blick auf den Wasserfall folgt sogleich..
Ich fand es in dieser Schlucht besonders faszinierend, wie unglaublich gut man die einzelnen Felsschichten sehen konnte. Überall haben sich verschiedene Muster abgezeichnet, verschieden dicke "Streifen" und verschiedene Farben, es sah so faszinierend aus!! Und man hat das davor in anderen Höhlen oder Kings Canyon zwar erahnen, aber hier war es so deutlich, schön und vielfältig wie nie. Seht selbst:

 
 
 
 
 
Den ganzen Weg, auch aus der Schlucht raus, haben mich diese Muster noch begeistert. Vielleicht auch, weil den Rest des Tages nicht mehr viel passiert ist, denn er bestand nur aus Herumfahren.. Zumindest, bis wir abends ankamen. Denn das war die erste Nacht, die wir in einem Swag verbracht haben.

Ein Swag ist das, womit die Australier campen gehen. Ich weiß immer noch nicht, ob ich das sehr klug oder sehr ungeschickt finde. Im Prinzip ist es ein etwas größerer Schlafsack aus festerem, nicht ganz so kuscheligem, Material. In dem Schlafsack liegt eine dünne Matratze und man kann ihn bis über den Kopf zumachen. Es gibt sogar Swags, bei denen man den Kopfteil mit Standen "hochstellen" kann, damit einem der Stoff nicht auf dem Gesicht liegt, man aber dennoch seine Ruhe vor Steckmükken hat. Denn: Es wird meist direkt mit dem Swag unter freiem Himmel geschlafen, nur selten in einem Zelt. Für Pärchen gibt es sogar Pärchenswags, haha. Es war ein spannendes Erlebnis, wenn auch recht kalt, weil man nicht so richtig wusste - wie auch im Schlafsack so oft - zieht man nun absichtlich wenig an, denn nur dann heizt er sich auf, oder zieht man sich gleich warm an weils einfach kalt ist?

Für ein Foto müsst ihr euch leider noch etwas gedulden, denn an diesem Abend sind keine guten Bilder zustande gekommen. Es war schon dunkel, als wir letztlich ankamen. Es war aber nicht das letzte Mal, dass ich in einem Swag geschlafen habe und es gibt noch diverse Fotos, also keine Bange ;-) (Oder: Google ist euer Freund!)

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