Freitag, 15. Juli 2016

3/9 Days Broome to Darwin: Manning Gorge + Pentecost River

Nachdem wir unter dem großen Baum auf dem Campingplatz an diesem Tag unser Frühstück eingenommen hatten, stand vor der Weiterfahrt noch eine Schlucht auf dem Programm. Und ich muss sagen, noch bevor wir dort angekommen war klar, die Tour wird mit jedem Tag cooler. Warum? Um weiterwandern/klettern zu können, galt es bei der Manning Gorge einen breiten, tiefen Fluß zu überwinden, gleich zu Anfang.

Dafür war ein Boot an einer Seilwinde befestigt, sodass Besucher sich ins Boot setzen und dann mit dem Seil auf die andere Seite ziehen konnten. Allein wenn ich es nur wieder aufschreibe - wie absolut gut ist das bitte?! (Die Antwort lautet: ZIEMLICH UNFASSBAR SUPER COOL!)
Der Kerl, der hier mit den Shorts und dem grünen Hemd im Wasser steht, ist übrigens Brad, unser super Tourguide.

 
 
 

Es war erstmal super witzig, jeden einigermaßen trocken rüberzubekommen, mit mehr oder minder "zugkräftigen" Leuten und Brad, der uns immer wieder angefeuert und zum Lachen gebracht hat. Beim Reinklettern hat das Boot gewackelt, beim Rausklettern ebenso, zwischendrin hat man versucht sich wenig zu bewegen und dennoch am Seil zu ziehen. Es ist zwar nur Wasser außenrum, aber keiner wollte mit Kameras etc. reinfallen.
Auf der anderen Seite ging es relativ easy weiter. Der Weg fing mit einem flachen Stück an, später wurde es steinig und man musste ein bisschen rumkrapseln. Gekennzeichnet war der Weg durch Pfeile auf dem Boden oder weiße Tücher, die an Ästen festgeknotet waren. Und ja, das gehört so, haha. Das war nichts verrücktes, was Brad mitten in der Nacht aufgebaut hat. Übrigens: Er hat sein Swag in der Regel auf dem Dach des Wohnwagens aufgeschlagen. For real! Man muss schon ein wenig ein komischer Kauz sein, bei diesem Job...
 
 
 
Nach einem ich denke 1,5-2h Marsch über Steine und kleinere Felsbrocken hinweg, ging es schließlich bergab beim Klettern. Also landschaftlich gesehen. Dann hatten wir noch eine sehr schmale Stelle am Rande eines Felsens zu überqueren, bei dem jeder förmlich am Felsen geklebt hat, um ja nicht runterzufallen, dann war auch schon das Ziel in Sicht: Ein großer See aus dem zwei Flüße abgingen und in den ein Wasserfall immerzu neue Wassermengen schaufelte.
Während man sich manchmal um ehrlich zu sein mehr versprochen hatte, war das hier ein wirklich wunderschönes Ziel. Sowohl vom Anblick her, als natürlich auch zum Schwimmen.. Es war einfach schön, bei strahlendem Sonnenschein nach dem Herumwandern ein wenig schwimmen zu gehen.
Ich fands sogar so toll, dass ich mich mit einer anderen zusammen beim Rückweg nochmal ins Wasser gestürzt hab. Auf Brads Vorschlag hin, haben wir unsere Kleidung und Kamera den anderen in die Hand gedrückt, als es galt, den breiten Fluß mit dem Boot zu überqueren, und sind stattdessen auf die andere Seite geschwommen. Hammer!!
Wieder am Campingplatz angekommen, haben wir uns im Bus eingenistet und sind weitergefahren. Die Strecke führte uns weiter über die bekannte und unfassbar holprige Gibb-River-Road, auf die wir kurz nach Broome aufgefahren waren. Das Gewackle dort war allerdings nichts im Gegensatz zu einem kurzen noch krasseren Wackelmoment - und einem der Top-Brad-Momente auf der Fahrt, haha. Bevor wir allerdings dazu kommen, noch ein paar FAotos vom Holzzsammeln, für das wir auf der Fahrt natürlich wieder angehalten habe. Fire wood time!
 
 
 
 
Und nun zu einem Highlight: Auf der Fahrt nach El Questro, einem Wildpark und unsere nächstes Ziel, gilt esnden Pentecost River zu überqueren.. Wohl der Hauptgrund für den 4WD-Bus, mit dem wir unterwegs waren. Der Fluß sah zwar nicht tief aus, aber war wohl sehr wackelig und kann matschig sein, auch wenn der Boden hauptsächlich steinig war.
 

Bilder von Bussen, die den Fluß durchqueren, gehören zu bekannten Bildern aus Australien. Und nun zu Brads Moment: Er hat uns nämlich vorgeschlagen, erst einmal im Bus sitzen zu bleiben und von innen Fotos oder Videos zu machen und mal zu fühlen, wie wir den Fluß überqueren. Dann hat er uns auf der anderen Seite rausgelassen, hat umgedreht und ist nochmal alleine durch den Fluß gefahren, damit wir Fotos und Videos machen können. Das nenn ich mal Einsatz! Was war ich ihm dankbar!
Ihr habt es also Brad zu verdanken, dass dieser Post nach der Durchquerung des Flußes mit dem Boot noch weitere tolle Fotos kriegt und sogar um zwei Videos reicher ist - ein seeehr verwackeltes von Innen, auf dem ihr Brad sogar reden hört, und eines auf dem man sieht wie der Bus durch den Fluß fährt. Achtet mal auf den Unterschied beim Wackeln, das ist echt spannend. Von außen sieht es nur nach ein paar kleinen Rucklern aus!
(Sorry dafür, dass das zweite Video hier so klein dargestellt wird.  Leider ist Blogger die ungefähr blödeste Blogplattform ever und nur manchmal fähig, Videos so einzufügen, wie es eigentlich gehört. Manchmal klappt es dann auch nur so .. )


Nach der Flußüberquerung hat es noch ein wenig gedauert, dann waren wir beim Campingplatz. Ein paar kleinere Flußläufe wurden noch durchfahren und einmal haben wir einen Geländewagen am Wegesrand im Matsch feststecken sehen, aber es gab nichts mehr zum Aussteigen.

Auf dem Campingplatz haben sich dann alle ersteinmal in die Duschen gestürzt. Teils zum Duschen, aber vor allem auch, weil Brad meinte, dort gäbe es zahlreiche Steckdosen - und es war die erste Möglichkeit seit dem Aufbrauch, die technischen Geräte aufzuladen. Unsere Handys konnten wir zwischendrin immer wieder Brad nach vorne geben und er hat sie im Bus aufgeladen. Aber mit den Kameraakkus sah das anders aus. Und ich bin wirklich verwundert darüber, im Nachhinein festzustellen, dass es erst der dritte Tag war. Als wir in El Questro ankamen, hat es sich angefühlt, als wären wir schon richtig lange unterwegs.Merken

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