Dienstag, 19. Juli 2016

7/9 Days Broome to Darwin: Spuckende Fische im Lake Argyle

Dieser Tag bestand hauptsächlich aus Herumfahrerei. Wir brachen morgens früh in den Bungle Bungles auf, wir hielten für einige Sandwiches zum Mittagessen an - was übrigens zu 99% der Zeit das Mittagessen war. Der einzig wirkliche Programmpunkt des Tages war eine Sunset Rundfahrt auf Lake Argyle.

Ich gebe zu, es klang für mich erstmal ein wenig langweilig, auf dem See herumzufahren. Es war jedoch überraschend spannend, denn Brad hatte uns einen local Guide organisiert (ich gestehe, ich habe seinen Namen vergessen), der nicht nur das Boot über den Fluß gesteuert, sondern uns auch erklärt hat, was wir so sehen. Und da gab es zahlreiche Tiere zu entdecken!
 
 

Eines davon war das Short Eared Rock Wallaby. Erst haben wir die kleinen Tiere, ungefähr wie größere Hasen, auf dem Felsen vor dem wir hielten, gar nicht entdecken können. Doch unser Guide hat ihnen ein paar Nüsschen oder so zugeworfen und als sie sich dann etwas bewegt haben, konnten wir die süßen kleinen auch bewundern. Und dann haben wir gefühlt immer mehr entdeckt. Voll süß!
 
Das nächste Tier war das Walleuro, verwandt mit dem Red Kangaroo (die größte Känguru-Art), auch Euro genannt. Ja, wirklich!

 
Als nächstes steuerten wir auf einige Inseln zu, die sogenannten BBQ-Islands, auf denen wohl mal BBQs, also Grille, standen, die aber bei hohem Wasserstand weggespült wurden. Zumindest habe ich mir das so notiert, was dran ist, ist die andere Frage.. Dort sahen wir jedenfalls Freshies, also Freshwater Crocodiles.
Der Guide meinte außerdem, man sähe den Krokodilen von außen ihr Geschlecht nicht an, das sei nur an den Fortpflanzungsorganen, die sich in einer "Tasche" unter dem Bauch befinden, erkennbar. Soso. Da soll nochmal einer sagen, Reise bilde nicht.
 
Das Coolste aber waren diese Fische, die ihr im Video unten in Action seht. "Seven Spotted Archer Fish" heißt die Art und sie haben eine besonders trickreiche Technik, ihr Essen zu fangen. Fliegt ein Insekt über der Wasseroberfläche, was sie am Schatten erkennen, spucken die Fische nach oben, um das Insekt aus der Balance zu bringen. Dadurch soll es ins Wasser fallen, wo sie es dann essen. What the heck? :D Habt ihr mal eine verrücktere Geschichte gehört? Auf Sachen kommt die Natur, Wahnsinn..
Wir haben das jedenfalls in Action zu sehen bekommen, denn der Guide hat Brotstücken verteilt und wir haben uns über das Boot hinaus gebäugt und das Brot übers Wasser gehalten. Ich denke die Fische waren von dem ganzen Schatten vermutlich etwas verwirrt, das hätte ja eine ganze Herde Insekten sein müssen, es wurde also nicht die ganze Zeit gespuckt. Aber schaut es euch an, ein paar Mal seht ihr es..


Was wir außerdem gesehen haben, aber nur schwer fotografisch festzuhalten war, war eine besondere Spinnenart. Natürlich! Von der Spinne hatte Jason auch schon mal erzählt, weil einige davon in der Hancock Gorge zu sehen waren.

 
Das besondere an der Spinne ist ihr Faden - der schimmert im Sonnenlicht golden und ist deutlich fester als ein Spinnenfaden eigentlich ist. Um das zu nutzen, erzählte uns der Guide am Lake Argyle, seien die entsprechenden Enzyme in ein Schaf "gepflanzt" worden um dann dessen Wolle zu nutzen. Diese würde noch heute in Raumanzügen verwendet, weil es die Kleidung stabiler macht. Ich habe dazu keine weitere Recherche betrieben und es erscheint mir etwas mhhh, aber wer weiß. Manche großspurigen Geschichten stimmen auch.

 
 
Was auf jeden Fall stimmt: Nach diesem bereichernden Trip konnten wir noch kurz im See schwimmen gehen, bevor wir den Sonnenuntergang angeschaut haben - mit Crackern und Dip versteht sich. Übrigens: Lake Argyle ist das zweitgrößte Wasserreservoir Australiens. Daher hier noch einige Fotos vom See bzw. unserer Gruppe auf dem Boot, bevor Fotos vom Sonnenuntergang kommen..
 
 

 
 
 
 
 
Während es hier also noch ziemlich hell aussieht, wurde es recht schnell dunkel. Daher gab es den Sonnenuntergang schnell zu sehen, denn wir sind immerhin locker 1 Stunde zwischen den verschiedenen Tieren herumgesegelt und schwimmen waren wir ja auch.
 

 

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