Freitag, 29. Juli 2016

Eine Woche in der Sprachschule in Darwin

Ich habe euch ja bereits vorgestellt, wo ich meine letzte Woche in Australien verbracht habe.. Nun war ich tagsüber nicht in meinem Paradies, sondern habe meine Zeit in der Navitas Sprachschule verbracht. Und das war auch, nun ja, spannend..


Als ich ankam habe ich an einem schriftlichen Test teilgenommen. Es war, gelinde gesagt, easy. Und das nicht, weil mein Englisch super gut ist. Ist es leider nicht, hahaa. Seriously. Aber der Test war wirklich einfach.


Danach fand ein Gespräch mit einer der Lehrerinnen statt. Sie fing aus dem Nichts heraus an zu fragen, woher ich komme, was es für Sehenswürdigkeiten in meiner Heimatstadt gibt - ich war erstmal verwirrt, was interessiert sie das? Dann hab ichs endlich gecheckt, es ging um das mündliche Englisch! Naja, ich habe ein wenig vom Nabada erzählt, dass die Ulmer unter euch kennen werden, dann war es auch vorbei und ich habe mir mit einem anderen neuen Schüler die Cafeteria angeschaut.


Unsere Englischkenntnisse lagen weit auseinander. Ich war in der "advanced class", also der höchsten Klasse, er antwortete später, als eine Lehrerin uns gemeinsam aufsammelte und ihn fragte, woher er käme, mit meinem Namen. "Where are you from?" - "Sophia?" Öhm, nope.
Naja, ich will ihn nicht verurteilen, natürlich nicht, denn genau zum Erlernen einer Sprache sind Sprachschulen ja da. Die meisten Schüler bleiben deshalb auch mindestens 3 Monate an der Schule, eher länger. Ich war mit einer Woche definitiv eine Ausnahme, einfach weil ich das gewonnen habe - ich hätte sowas nie gebucht. Mein Englisch hat sich durch den Alltag und vor allem durch die Arbeit im Door 2 Door - Marketing deutlich verbessert.


Die erste Klasse am späten Morgen war dann eine Grammatikklasse, eine gemeinsame von allen die an der Schule gerade Zeit und Lust hatten. Denn nicht jeder Kurs hier ist verbindlich, wie sich schnell gezeigt hat. Viele bereiteten sich hier auch auf Tests vor, um zb ein Stipendium oder ähnliches zu bekommen, daher ist das verständlich.. Ein wenig.
Nachmittags gab es dann den ersten Kurs, am nächsten Morgen wiederum fand nur eine kurze Klasse statt, denn das aktuelle Thema waren OP-Shops, kurz für Opportunity Shops. Das sind Second Hand-Shops in Australien und unsere Lehrerin schlug vor, wir könnten uns einige anschauen.


Das war mal was.. sind wir in der Klasse losgezogen, aber nicht etwa gemeinsam, sondern mehr so nach dem Essen einzeln um uns dort um 13h zu treffen. Ich hatte mich an eine Gruppe Mädels gehängt, die mich mitnahmen. Bei einer hatte der Freund Schluss gemacht und während sie uns zum OP-Shop fuhr  - nachdem die Lehrerin schon locker auf ihrem Handy angerufen und nachgefragt hat, ob wir auf dem Weg seien - fing sie mittendrin an zu heulen, am Steuer, und so leid sie mir auch tat, ich habe mir mehr Sorgen darum gemacht, ob sie noch was sieht, während eine Spanierin neben ihr beruhigend auf sie eingeredet hat. Huuuh, es war spannend, auch der Nationenmix!

Im Shop bekamen wir eine Aufgabe: Jeder sollte einen tollen Bargain finden, also ein Schnäppchen, am Ende sollte verglichen werden. Diesen Teil haben wir eher ausgelassen, aber dafür hat die Sprachschule doch tatsächlich 3 Dollar für jeden zur Verfügung gestellt. Wir waren zwar nur 15 Leute, dennoch - ungewöhnliche Ausgabe? Und was für ein Unterricht! Ich war baff.. Und habe mir ein tolles Kochbuch gekauft, von dem ich gerade leider kein Bild zur Hand hab.. - aber für 3$ echt ein Schnäppchen!
Nach dem OP-Shop ging es mit einigen noch in ein Café nicht weit weg vom DRITTEN Second Hand-Shop, den wir angeschaut haben. Ich meine, ich mag shoppen, aber ich bin weiterhin irritiert von diesem Unterricht.. Im Cafe habe ich Lime Milkshake gekauft. UÄH! Ich habe ihn nicht mal leergetrunken. Zitrusfrüchte und Milch passen wohl irgendwie echt nicht zusammen..


Mir wurde im Lauf der Woche mehrfach erklärt, dass es eine ungewöhnliche Woche sei, weil es die letzte Woche dieser Lehrerin ist. Dass ich morgens aber die einzigste war, die pünktlich um 9h da dranstand, war aber normal.. Mega weitergebracht hat mich die eine Woche Englischkurs nicht, aber es war ganz nett und hat ein wenig dabei geholfen, verschiedene Akzente zu verstehen.

Und am Freitag fiel mein Abschied genau auf den letzten Tag der Lehrerin - womit es Kuchen gab, den ich damit auch als meinen Abschiedskuchen betrachtet hab. Juhee!



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