Nunja, kommen wir zum heutigen Tag: Wir standen früh auf und
es gab natürlich erst einmal Frühstück am Lagerfeuer. Ich hab davon noch nie
Fotos gezeigt, ist mir aufgefallen, daher hole ich das hiermit nach:
Toast wurde auf der Herdplatte getoastet, Wasser für Tee auf dem Feuer erwärmt oder auf einer weiteren Herdplatte gekocht. Außerdem gab es Müsli, alles in allem also immer ein gute Auswahl, auch wenn zum Ende hin alles etwas rar wurde. Aber das ist ja der Sinn eines gut gepackten Essensvorrats.
Es gab außerdem endlich die Gelegenheit, ein schönes Foto von den Swags zu machen, juhe:
Brad meinte noch, wir sollten früh hingehen, dann sei nicht
viel los. Nun waren wir aber so früh dran, dass noch abgeschlossen war, haha.
Wir sind kurzerhand über den Zaun geklettert, denn es sollte für uns schon bald
weitergehen – und es war zwar noch nicht soo warm, schließlich war es früh am
Morgen, aber es sah einfach so toll aus! Wir konnten nicht widerstehen...
Wenig später kam tatsächlich ein Bademeister und es gab Ärger, da sind wir dann ganz schnell wieder rausgehüpft, haha. Als wir Brad später davon erzählten meinte er, es gäbe zwischen den Besitzern und seiner Firma eine Abmachung, wir hätten da schon hin dürfen. Wobei Brad nun auch nicht wie jemand wirkte, der vor einem verschlossenen Zaun Halt gemacht hätte.
Wir saßen dann jedenfalls lange im Bus und es ging Richtung Katherine, einer Stadt weiter im Norden. Auf dem Weg dorthin fielen uns immer mehr Feuer und schwarz gebrannte Stellen am Wegesrand auf. Brad erklärte auf Nachfrage, dass das kontrollierte Feuer sind, mit denen sie hier immer wieder Schneißen in die Wälder brennen, damit sich ein Waldbrand – sollte er auftreten – nicht ausbreitet. Nachdem es hier in der Trockenperiode sehr trocken werden kann (die Strafen für den Verbrauch von Wasser hatten wir ja schon), ist die Waldbrandgefahr hoch.
Wenig später kam tatsächlich ein Bademeister und es gab Ärger, da sind wir dann ganz schnell wieder rausgehüpft, haha. Als wir Brad später davon erzählten meinte er, es gäbe zwischen den Besitzern und seiner Firma eine Abmachung, wir hätten da schon hin dürfen. Wobei Brad nun auch nicht wie jemand wirkte, der vor einem verschlossenen Zaun Halt gemacht hätte.
Wir saßen dann jedenfalls lange im Bus und es ging Richtung Katherine, einer Stadt weiter im Norden. Auf dem Weg dorthin fielen uns immer mehr Feuer und schwarz gebrannte Stellen am Wegesrand auf. Brad erklärte auf Nachfrage, dass das kontrollierte Feuer sind, mit denen sie hier immer wieder Schneißen in die Wälder brennen, damit sich ein Waldbrand – sollte er auftreten – nicht ausbreitet. Nachdem es hier in der Trockenperiode sehr trocken werden kann (die Strafen für den Verbrauch von Wasser hatten wir ja schon), ist die Waldbrandgefahr hoch.
Diese sogenannten „cool fires“ verbrennen in der Regel nur
Gras und sind für Bäume wohl ungefährlich. Manche Baumarten, ich meine
Eukalyptus war ein Beispiel, seien aber auch auf solche Feuer angewiesen, um
sich regenerieren zu können. Die verbrennen dann teils auch, Leute kokeln die
Bäume sogar regelmäßig in ihrem Garten an, wenn sie so einen Baum haben, um die
Regenerierung zu fördern. Was es nicht alles gibt!
Brad erzählte uns übrigens auch, dass der erste Mensch, der
Australien ganz überquert hat (also von Nord nach Süd) und lebend zurückkam,
ein John Steward war. Das war 1864. Er benannte die Stadt Katherine wohl nach
der Tochter eines guten Freundes, der ihm besagte Reise auch gesponsert hatte.
Später nahm er die gute dann zur Frau.
Auf der Fahrt gen Norden kamen wir heute auch an die Grenze zwischen Western Australia und dem Northern Territory (ihr erinnert euch an die Karte, die ich euch mal gezeigt habe?). Vor dem Überqueren der Grenze haben wir nochmal Halt gemacht und uns brav mit dem Schildchen fotografiert.
Sogar Brad wollte, dass wir ein Foto von ihm und dem Bus vor dem Schild machen. Die Grenze zu überqueren war eigentlich nichts besonders, man wurde auch in keinster Weise kontrolliert, da wir uns ja innerhalb Australiens bewegten. Aber es war mit dem Auto wohl nochmal was anderes und auch spannend, weil wir so viel gesehen und erlebt hatten bis hierhin (und danach natürlich auch), von dem her..
Der nächste kurze Stopp erfolgte am Victoria River, zu dem mir nun wirklich nichts mehr einfällt. Ich fand ihn allerdings auch da schon nicht so spannend, ich weiß nicht mal mehr, warum wir überhaupt angehalten haben. Wikipedia sagt: Man nenne den Fluß auch „The Vic“ und er sei mit 780km Länge der längste Fluß Australiens. Das war dann wohl der Grund für den Halt. Sieht man dem Fluß aber auch nicht an… Brad erzählte uns noch, dass im Fluß Saltys sind, also Saltwater Crocodiles. Die sind größer als die Freshies und auch gefährlich für Menschen, daher kann man da oben auch nirgends am Strand baden gehen. (Eine Ausnahme gibt es in Darwin, aber dazu in einem anderen Post.)
Der einzig wirkliche Programmpunkt neben dem Infinity Pool
war an diesem Tag der Nawulbinbin Walk. Das war eine ganz spannende Sache, auch
wenn es auf mich ehrlich gesagt zuerst nicht so gewirkt hat.
Der Lauf hat laut Internet eine Länge von knapp 2 Kilometern, was okay ist, sich teils aber arg lang angefühlt hat, weil es zu Anfang erstmal steil den Berg rauf ging, über Stock und Stein, wo die Sonne schutzlos auf uns runtergeprallt hat. Dann ging es oben auf einem felsigen, breiten Weg entlang, bis wir den Berg später wieder runtergestolpert und zwischen Palmen (die aber praktisch keinen Schatten boten) wieder zum Bus liefen. Das wäre die wenig positive Kurzfassung.
Dabei war es eigentlich echt interessant, denn nach dem Aufstieg hatten wir a) einen tollen Ausblick und konnten b) zahlreiche Malereien der Einheimischen (Aboriginies zu sagen ist wohl nicht ganz korrekt) an den Felswänden bewundern. Es war fast zu cool um es zu sehen, daher weiß ich nicht, ob es wirklich echt ist. Aber laut Brad sind die Malereien wirklich von früher und wurden mit Tierfett gemalt. Wenn Bilder durch Tiere oder Wasser zerstört werden und besonders wichtig waren, werden sie neu daneben gezeichnet.
Das Wissen über solche Zeichnungen, Bräuche der Einheimischen und ihre Traditionen und Gesänge wird nur mündlich übertragen. „Verbal culture“ nannte Brad das. Daher ist es auch heutzutage noch sehr wichtig, dass die Kinder für mehrere Tage mit in die Wälder und die Natur gehen, um all diese Dinge von ihren Verwandten beigebracht zu bekommen. Meist gehen die Kinder zusammen mit Älteren 4-6 Monate in den Busch, um all die Musikinstrumente zu lernen, die Geschichten, die Pflanzen, Zeichnungen und einige von ihnen lernen sogar Didgeridoo zu spielen.
Auf der Fahrt gen Norden kamen wir heute auch an die Grenze zwischen Western Australia und dem Northern Territory (ihr erinnert euch an die Karte, die ich euch mal gezeigt habe?). Vor dem Überqueren der Grenze haben wir nochmal Halt gemacht und uns brav mit dem Schildchen fotografiert.
Sogar Brad wollte, dass wir ein Foto von ihm und dem Bus vor dem Schild machen. Die Grenze zu überqueren war eigentlich nichts besonders, man wurde auch in keinster Weise kontrolliert, da wir uns ja innerhalb Australiens bewegten. Aber es war mit dem Auto wohl nochmal was anderes und auch spannend, weil wir so viel gesehen und erlebt hatten bis hierhin (und danach natürlich auch), von dem her..
Der nächste kurze Stopp erfolgte am Victoria River, zu dem mir nun wirklich nichts mehr einfällt. Ich fand ihn allerdings auch da schon nicht so spannend, ich weiß nicht mal mehr, warum wir überhaupt angehalten haben. Wikipedia sagt: Man nenne den Fluß auch „The Vic“ und er sei mit 780km Länge der längste Fluß Australiens. Das war dann wohl der Grund für den Halt. Sieht man dem Fluß aber auch nicht an… Brad erzählte uns noch, dass im Fluß Saltys sind, also Saltwater Crocodiles. Die sind größer als die Freshies und auch gefährlich für Menschen, daher kann man da oben auch nirgends am Strand baden gehen. (Eine Ausnahme gibt es in Darwin, aber dazu in einem anderen Post.)
Der Lauf hat laut Internet eine Länge von knapp 2 Kilometern, was okay ist, sich teils aber arg lang angefühlt hat, weil es zu Anfang erstmal steil den Berg rauf ging, über Stock und Stein, wo die Sonne schutzlos auf uns runtergeprallt hat. Dann ging es oben auf einem felsigen, breiten Weg entlang, bis wir den Berg später wieder runtergestolpert und zwischen Palmen (die aber praktisch keinen Schatten boten) wieder zum Bus liefen. Das wäre die wenig positive Kurzfassung.
Dabei war es eigentlich echt interessant, denn nach dem Aufstieg hatten wir a) einen tollen Ausblick und konnten b) zahlreiche Malereien der Einheimischen (Aboriginies zu sagen ist wohl nicht ganz korrekt) an den Felswänden bewundern. Es war fast zu cool um es zu sehen, daher weiß ich nicht, ob es wirklich echt ist. Aber laut Brad sind die Malereien wirklich von früher und wurden mit Tierfett gemalt. Wenn Bilder durch Tiere oder Wasser zerstört werden und besonders wichtig waren, werden sie neu daneben gezeichnet.
Das Wissen über solche Zeichnungen, Bräuche der Einheimischen und ihre Traditionen und Gesänge wird nur mündlich übertragen. „Verbal culture“ nannte Brad das. Daher ist es auch heutzutage noch sehr wichtig, dass die Kinder für mehrere Tage mit in die Wälder und die Natur gehen, um all diese Dinge von ihren Verwandten beigebracht zu bekommen. Meist gehen die Kinder zusammen mit Älteren 4-6 Monate in den Busch, um all die Musikinstrumente zu lernen, die Geschichten, die Pflanzen, Zeichnungen und einige von ihnen lernen sogar Didgeridoo zu spielen.
Der Nawulbinbin Walk wurde auf einem Schild kurz nach dem ersten übrigens als Nawilbinbin Walk bezeichnet, haha - schaut euch das mal an! Da konnt sich jemand den Namen vom einen zum nächsten Schild wohl nicht merken, … Oder es hat eine ganz ähnliche Bedeutung oder so, ich weiß es nicht. Ihr seht die beiden Schilder oben. Jetzt aber noch ein paar mehr Fotos:
Aber natürlich gab es auch pflanzenbedeckte Felsen zu sehen...:
Als wir nach dem Walk wieder am Bus waren, waren auf jeden
Fall alle ziemlich K.O. und wir waren froh, dass nicht mehr viel auf dem
Programm stand. Mit der Übernachtung an diesem Abend hat uns Brad dann aber
doch überrascht: Er hat vorher nicht viel verraten und nur gesagt, wir würden
heute groß Grillen. (Ganz was neues, haha. Spaß, ich LIEBE grillen!)
Es stellte sich heraus, die Übernachtung fand auch einem Campingplatz des Touranbieters Aussie Adventurer statt. Dort gab es befestigte Zelte (bzw „Stoffhäuser“), die mit Stockbetten ausgestattet waren. Jedes trug den Namen einer bekannten Stadt – Oslo, Berlin, Paris, Sydney…
Meine Unterkunft war Oslo und ich teilte sie mir mit Megan, einem Mädl aus Wales die bereits seit knapp 2 Jahren unterwegs war. Mit wem man im Zelt war, war aber eigentlich auch egal, denn wir haben uns den ganzen Abend draußen aufgehalten, das Essen vorbereitet, gegessen wie die Könige – es stellte sich raus, dass wir recht gutes und teures Fleisch da hatten, wir haben also die ganze Zeit Sandwiches gegessen, um jetzt richtig reinhauen zu können. Später saßen wir noch am Feuer und ich habe zum wiederholten Male in Australien versucht, die Sterne zu fotografieren. (Es gelang, ebenfalls zum wiederholten Male, mäßig.)
Es stellte sich heraus, die Übernachtung fand auch einem Campingplatz des Touranbieters Aussie Adventurer statt. Dort gab es befestigte Zelte (bzw „Stoffhäuser“), die mit Stockbetten ausgestattet waren. Jedes trug den Namen einer bekannten Stadt – Oslo, Berlin, Paris, Sydney…
Meine Unterkunft war Oslo und ich teilte sie mir mit Megan, einem Mädl aus Wales die bereits seit knapp 2 Jahren unterwegs war. Mit wem man im Zelt war, war aber eigentlich auch egal, denn wir haben uns den ganzen Abend draußen aufgehalten, das Essen vorbereitet, gegessen wie die Könige – es stellte sich raus, dass wir recht gutes und teures Fleisch da hatten, wir haben also die ganze Zeit Sandwiches gegessen, um jetzt richtig reinhauen zu können. Später saßen wir noch am Feuer und ich habe zum wiederholten Male in Australien versucht, die Sterne zu fotografieren. (Es gelang, ebenfalls zum wiederholten Male, mäßig.)
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